11.05.2025 – Muttertagsgeschenk – Unterwäsche im Storchennest

Muttertag 2025. In Ungarn waren vier Küken glücklich, dass sie mit Mama kuscheln konnten. Otto und Elli hatten einen wunderbaren Sonnentag und in einem anderen Storchennest bekam die Störchin ein kreatives Muttertagsgeschenk von ihrem Storch – Unterwäsche.

 

Guten Morgen Elli. Um 6:42 Uhr landete die Störchin im Nest und verstreute ihr Heu. Da von Otto noch jede Spur fehlte, begann Elli, am  Nest herumzuwerkeln.

 

 

 

Kurz vor sieben kehrte auch Otto nach Hause zurück. Mit einem Schnabel voller Heu, das er auf Elli abladen wollte, damit sie es wirklich warm haben konnte.

 

 

Anschließend stellte er seinen Fuß auf Ellis Schnabel, als ob er andeuten wollte, dass jetzt nicht geschnattert wird. Die Störchin blieb still sitzen, bis Otto mit diesem sehr merkwürdigen Gehabe fertig war.

 

 

 

Etwas später hatten Otto und Elli die Plätze gewechselt. Elli war losgeflattert und Otto hatte die für ihn typische Pausenpostition eingenommen.

 

 

Sie sind immer noch in Paarungslaune

Auch heute war immer wieder ein Tretakt zu sehen, der zum Teil auch sehr gut aussah. Was die Biologie der Tiere anbelangt, brauchen wir uns wirklich keine Sorgen zu machen, mittlerweile sind die beiden auch auf diesem Gebiet ein eingespieltes Team.

 

 

 

Unter blauem Frühlingshimmel und strahlendem Sonnenschein wurde Otto hingebungsvoll gepflegt. Man konnte sehen, dass ihm das nicht immer behagte, aber wenn Elli ihren Storch ein wenig beknabbern möchte, kann man dem wenig entgegensetzen.

 

 

 

Umso mehr genießt Otto dann sicher seine Momente, die er alleine auf dem Nest verbringt.

 

 

Nach einem weiteren Soloausflug flog Elli kurz nach 12 Uhr wieder ein, blieb eine knappe Stunde mit Otto auf dem Nest und überredete diesen dann, gemeinsam mit ihr das Nest zu verlassen. Bis in die frühen Abendstunden waren das Storchenpaar nun unterwegs.

 

 

 

Kurz vor fünf kam Elli vorbei. Sie hielt nach Otto Ausschau, aber dieser war nicht zu sehen. Daher machte sich die Störchin auf die Suche nach diesem.

 

 

Kurz nach 18 Uhr war Otto auf dem Nest zu sehen. Nach dem langen Nachmittag hatte er es sich bereits bequem gemacht und döste in der untergehenden Sonne.

 

 

 

Aber um halb zehn stand Familie Storch wieder gemeinsam im Storchennest. Die Sonne war untergegangen, am Himmel zeigten sich die verschiedensten Farbtöne und der Muttertag hatte sein Ende gefunden.

 

 

Guten Morgen nach Ungarn

 

 

Bereits am frühen Morgen saßen die Vierlinge nebeneinander aufgereiht, um der Welt einen guten Morgen zu wünschen. Dann gab es mehrere Male ein Frühstück, das so sättigte, dass die Küken wohlgenährt wieder in einen tiefen Schlaf fielen. Lange Schlafzeiten, in denen sich der Nachwuchs absolut nicht rührt, deuten auf einen gut gefüllten Magen hin.

 

 

Es ist Muttertag und die Storchenkinder ließen sich heute wieder in ganz drolligen Posen ablichten. Es macht Spaß, beschützt unter Mamas Flügel zu liegen und gleichzeitig den kleinen Schnabel hinauszustecken.

 

 

 

Und da jeder ganz vorne liegen wollte, konnte es unterm Flügel auch mal eng werden. Teilweise stapelten sich die Küken übereinander. Dann war nur nicht genügend Platz da, um das Köpfchen bequem abzulegen.

 

Unterredung mit Mama Storch

Als András heute mit der Futterschüssel zum Nest kam, traf er auf Szofi. Ob diese besser gelaunt war als Macus? Zumindest schnappte die Störchin nicht nach den Fingern. Sie fing viele Fleischstückchen selbst auf und verspeiste diese. Hatte sie allerdings etwas daran auszusetzen, flog der aufgefangene Happen in hohem Bogen aus dem Nest.

András fütterte die Störchin noch mit dem Fleisch aus Macus’ Futterschüssel, damit auch Szofi einmal einen vollen Bauch hatte, ohne auf Futtersuche fliegen zu müssen.

 

 

 

Der Anblick kleiner Storchenkinder scheint auch diesen bärtigen Mann zu verzaubern, denn mit verzücktem Blick und zärtlichem Grinsen unterhielt sich András mit den Küken.

 

 

Noch ein letzter Abschiedshappen, dann war die Storchenfütterung beendet und jeder zog vorerst seines Weges.

 

 

 

Das Wetter spielt seit einigen Tagen wunderbar mit. Zwar ist es auch in Ungarn nachts noch kalt, aber die Küken machen es sich unter dem Bauch der Eltern gemütlich. Da das Nest trocken ist, hat der Nachwuchs nichts zu befürchten.

 

Mutterliebe

Nur in den ersten zwei, drei Wochen lässt sich solch innige Bindung zwischen den Tieren beobachten. Danach passen die Jungen nicht mehr unter die Flügel und es ist immer eine gewisse räumliche Distanz  vorhanden.

Während der Nachwuchs von Säugetieren die menschlichen Emotionen hochschlagen lässt, fühlt es sich bei Vögeln anders an. Wenn aber solch ein kleines Köpfchen unter dem Flügel hervorschaut und sich das Küken dicht an Mamas Hals schmiegt, geht einem auch hier einfach nur das Herz auf.

 

 

 

 

 


Wie geht denn das?

Es war ein Tag mit viel Futter, vielen Stunden Schlaf, Kuscheln und rundum zufriedenen Küken. Wobei einer der Ministörche einen dann doch noch sprachlos machte.

 

Um halb fünf fütterte Szofi ihren Nachwuchs. Das, was aus ihrem Hals rutschte, muss eine Ratte gewesen sein. Nachdem jedes Küken diesen Happen seinem Nachbarn aus dem Schnabel gerissen hatte, setzte eines der drei älteren Küken an, die Beute zu verspeisen.

Zuerst war der Kopf im Schnabel verschwunden. Doch dann stand die Frage im Raum, wie eine Ratte in einem Schnabel verschwinden soll, der sich nicht auf deren Umfang öffnen konnte. Hier bräuchte es ein Kiefergelenk zum Aushaken, wie bei einer Schlange.

Wie das technisch trotzdem funktioniert, lässt sich nicht sagen, aber der kleine Wicht bekam das ganze Tier in seinen Hals gewürgt. Zwar ging das Schnäbelchen eine Weile nicht zu und man sollte meinen, dass das Küken jetzt für 24 Stunden gesättigt wäre (was nicht der Fall ist), aber das Küken hatte die Ratte überwältigt. Da soll nochmal einer sagen, dass man nicht zu viel in sich reinstopfen soll. Die Küken verputzen mittlerweile Beutetiere, die größer sind als sie selbst.

 

 

 

 

Gute Nacht und eine entspannte Nachtruhe für die ungarischen Storchenkinder.

 

 

 

Und noch etwas Lustiges zum Schluss – Unterwäsche im Storchennest

Eddi aus HorstsHorst hat heute in Sachen Muttertagsgeschenk den Vogel abgeschossen. Er kam nämlich mit Unterwäsche angeflogen und integrierte diese in das Nest. Was seine Frau wohl dazu meint? Und hoffentlich hat er die Unterwäsche frisch gewaschen von einer Leine stibitzt.

 

 

 

 

Wer also im angrenzenden Bereich an das Storchennest seine Unterwäsche vermisst – die hat der Storch geholt und wird sie wohl nicht mehr hergeben.

 

Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.

https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/

 

Quelle:

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ

 

 

 

 

 

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