10.5.2019 – Familiensinn und Heimwerken

Der Morgen graut und Herr Storch sitzt auf den Eiern. Noch zwei Wochen und die Küken schlüpfen aus den Eiern. Da kann man die Sonnenaufgänge noch entspannt genießen, denn niemand will gefüttert werden. Außer der eigene Magen.

 

 

Anschließend musste schnell gezählt werden, ob noch alle Eier vollständig versammelt waren. Aber alles schien seine Ordnung zu haben.

 

 

Um 6.00 Uhr erfolgte die erste Ablösung. Unsere Störchin flog ein. Während Herr Storch von einem Regenguss verschont blieb, erwischte es die Störchin mit einem morgendlichen Regenschauer. Abhärtung pur mit kaltem Wasser. Immerhin saß sie danach frisch geduscht auf den Eiern 🙂

 

 

Gegen halb acht brachte Herr Storch nasses Stroh ins Nest. Es gab nur ein kurzes „Hallo“  bei beiden Störchen, dann flatterte die Störchin vom Nest, um sich zu trocknen.

 

 

 

Regen, Wind und Fürsorge

Kurz vor neun erschien sie wieder, um ihren Storch warm einzupacken. Während er schon zur Begrüßung klapperte, musste sie erst ihren Schnabel leeren, um danach ihren Gatten zu begrüßen. Immerhin waren sie anschließend fast fünfzehn Minuten zusammen auf dem Nest, bevor sich Herr Storch vor dem nächsten Regenschauer in Sicherheit brachte.

 

 

 

 

Der Storch wollte seine zweite Hälfte aber nicht schutzlos der herannahenden Regenfront aussetzen und tauchte daher schon nach einer halbe Stunde wieder auf. Er begann, sie rundum einzupacken, stolperte dabei wieder über seine Herzensdame und musste sich dazu noch beeilen. Denn der Wind fegte ihm die sorgsam eingesammelten Halme immer wieder aus dem Schnabel.

 

 

 

 

Ab halb zehn war unser Storch dann verschwunden und die Störchin trotzte alleine dem Wind. Heute hätte sie sicher gerne ein Gegengewicht gehabt, da ihr der Wind von hinten ständig unter die Schwanzfedern pustete. Gar nicht so einfach, dabei das Gleichgewicht zu halten :).

 

 

Zur Mittagszeit brachte Herr Storch frisches Grün ins Nest. Falls es doch noch regnen sollte, man kann ja nie wissen.

 

 

 

 

Heimwerken und die Konsequenzen

Beide Störche begutachteten dann zusammen den Nestrand und Herr Storch legte den Schnabel an, um mehrere lockere Stöcke besser zu positionieren. Dabei stolperte er und rempelte mit dem Stock im Schnabel die Störchin an, sodass diese ebenfalls ins Schwanken kam und fast vom Nest fiel.

 

 

 

 

Bei so viel Heimwerkerliebe suchte Frau Storch schnell das Weite, während unser Storch mit dem fragenden Blick zurückblieb, ob er gerade etwas falsch gemacht habe. Er wollte doch nur helfen 🙂

 

 

 

Um 13.00 Uhr schaute Herr Storch besorgt zu  Himmel. Er legte den Kopf nach rechts und nach links und wieder nach rechts. Aber auch vom zweiten Storchennest war kein potentieller Feind zu erblicken.

 

 

 

Dafür tauchte die Störchin zwei Minuten später auf, allerdings aus einer anderen Richtung. Gemeinsam standen die Störche im Nest und klapperten, was das Zeug hielt. Weit und breit jedoch kein Feind in Sicht. Verbuchen wir es also unter Übungsalarm. Machen die Menschen ja auch so.

 

 

 

Den gesamten Nachmittag saß das Storchenweibchen auf den Eiern und wurde vom Wind ordentlich durchgepustet. Ab und an kam die Sonne durch und schickte ihre wärmenden Strahlen bis ins Storchennest.

 

 

Pünktlich zum Abendbrot meldete sich Herr Storch zur Ablösung zurück. Die Störchin flog sofort los, um sich zu stärken und vielleicht die Hälfte der Nachtwache zu übernehmen.

 

 

 

Herr Storch ließ sich die Abendsonne auf den Kopf scheinen und einen weiteren Tag in Ruhe ausklingen. Gut, dass er noch nicht weiß, was auf ihn zukommt, wenn die Küken geschlüpft sind :).

 

 

 

 

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