Kinder hüten macht anscheinend mehr Spaß, als auf Futtersuche zu fliegen. Elli duschte heute ausgiebig, aber ohne ihre Farbe zu ändern und auch im zweiten ungarischen Nest sind Wackelköpfchen zu sehen.
Elli hatte die Nacht zu Hause verbracht und flog kurz nach 4:00 Uhr vom Nest. Kurz zuvor war auch der Fremde vom zweiten Nest verschwunden und hatte sich auch den restlichen Tag nicht mehr gezeigt.
Kurz nach 6:00 Uhr kehrte Elli zurück und widmete sich ihren täglichen Morgenarbeiten. Als der Nestboden zu ihrer Zufriedenheit aufgeschüttelt war, legte sich Elli nieder und träumte bestimmt von Otto.
So war die Sonne heute aufgegangen und vom zweiten Nest gab es diesen wundervollen Blick.
Elli ruhte sich noch ein wenig aus, bevor sie das Nest verließ und nachschauen ging, ob der Regen besonders viele Regenwürmer auf die Erdoberfläche gelockt hatte.
Pünktlich zur Mittagszeit meldete sich Elli zurück. Während Otto ganz sicher seine Siesta in Loburg hielt, stand unsere Störchin auf dem Nest und hielt erneut Ausschau. Schade, dass man Elli nicht irgendwie begreiflich machen kann, dass es Otto gut geht, auch wenn er nicht hier sein kann.
Heute Nachmittag gab es immer wieder Regen, sodass Elli viel Futter finden konnte. Als sie sich den Bauch ausreichend gefüllt hatte, kehrte sie bereits gegen 19 Uhr ins Nest zurück. Das Nistmaterial, das sie mitbrachte, war zwar feucht, aber Elli mischte es trotzdem unter das Stroh.
Es schüttet immer wieder
Der nächste Regenschauer war wieder eine frische Wäsche für Ellis Federn. Davon hatte Elli auch heute einige, aber irgendwie wird das Gefieder nicht wesentlich heller. Anscheinend hat sich der Saharasand in Ellis Federn verewigt und die weiße Gefiederfarbe wird wohl nicht zurückkehren.
Nach einem letzten abendlichen Ausflug kehrte die Störchin ausgerechnet in dem Moment zurück, als sich eine graue Wand über Fohrde hinwegschob.
Kaum hatte sich die Regenfront fast verzogen, begann es wie aus Eimern zu gießen. Noch ein letztes unfreiwilliges Bad, dann hatte auch Elli für heute genug von der Duscherei. Zumal es nicht viel zu helfen scheint.
Im Liegen wird heute wohl nicht geschlafen, dafür ist das Nest viel zu nass. Aber schon in den nächsten Tagen wird es wieder wärmer und Elli kann im trockenen Stroh kuscheln und von Otto träumen.
Gute Nacht ihr beiden, auch wenn ihr nicht gemeinsam auf dem Fohrder Storchennest schlafen könnt.
Wir schauen nach Ungarn
Heute gab es den Blick in das ungarische Nest den ganzen Tag über aus der Weitwinkelperspektive.
Während Macus geduldig das Nest umkreiste und auf der Wiese nach krabbelnden Futtertieren suchte, konnten die Küken ihren Papa bei seinen Aktivitäten beobachten und lernen.
Szofi nutzte währenddessen das letzte Schattenplätzchen im Nest und sah keinen Grund, sich auf die Futtersuche zu begeben. Kinder hüten ist auch eine wichtige Beschäftigung.
Zu Hause ist es so gemütlich. Deshalb legte sich die Störchin lieber zu ihren Kindern und genoss die entspannten Vormittagsstunden.
Kurz vor 11 Uhr schwenkte die Kamera zu den vier Jungstörchen. Bei diesen schien gerade die Sonne ins Nest und die Tiere konnten ein Sonnenbad nehmen.
Nur kurze Zeit später fing die Kamera das Nest von Kocos ein. Auch in diesem Nest gibt es Nachwuchs, allerdings wurde hier bereits durch ein Elternteil die Anzahl der Küken reduziert.
Diese “Sonnenschirmhaltung” scheint bei den Störchen eine instinktive Handlung zu sein. Hier bekamen die kleinen Storchenkinder Schatten gespendet. Etwas später kamen sie unter die Flügel, denn Kinder hüten lässt sich so am leichtesten bewerkstelligen.
Später Nachwuchs
Bei genauem Hinsehen waren zwei kleine Wackelköpfchen zu erkennen, die schon eifrig die kurzen Hälse in die Höhe streckten. In diesem Nest kam der Nachwuchs auch relativ spät auf die Welt und während die Küken im Nest von Macus und Szofi bereits stehen und mit den Flügeln schlagen, sind diese Störchlein gerade dabei, sich in Balance beim Fressen zu üben.
Anschließend wurde der Nachwuchs unter den Flügeln verstaut und es war Zeit für ein kleines Schläfchen.
Abends wurde die Kamera wieder auf das Nest von Szofi und Macus umgestellt und wir verabschieden uns mit diesen Bildern für heute. Gute Nacht und süße Träume.
Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.
https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/
Quelle:
https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ





































Es ist so traurig um das Paar Otto und Elli 😢. Erst musste Otto so lange auf seine Partnerin warten. Dann hat er in Elli eine tolle Partnerin gefunden. Und nun dass. Ich habe den Livestream in Loburg angeschaut. Drücke ganz fest die Daumen, dass Otto wieder gesund wird und vor allem wieder fliegen kann. Wäre schön, wenn Elli mit ihrem Otto wieder zusammen kommt. Die Arme . Ganz, ganz viel Glück den beiden 🍀 GlG aus dem Markgräflerland Sieglinde Anbei noch ein Foto von unserer Storchenfamilie. Leider sehen wir nur noch 3 Jungstörche. Also doch musste eins gehen. Habe… Weiterlesen »