1.7.2019 – Das (vorläufige) Ende der Hitzewelle

Mama Leni wurde von den Küken am Morgen sehnlichst erwartet. Immerhin nächtigen die Eltern mittlerweile zusammen im zweiten Nest, sodass die jungen Störche ihr eigenes „Kinderzimmer“ haben.

 

 

 

Noch während die Jungen die letzten Würmer aufpickten, flog sie wieder vom Nest. Aber nur, um wenige Minuten später mit Material für die Inneneinrichtung wiederzukehren. Mittlerweile ist im Nest alles festgetreten und anscheinend wollte Leni ihrem Nachwuchs etwas Weiches mitbringen.

 

 

Dann verschwand sie vom Nest und tauchte zwei Minuten später erneut mit Heu auf.

 

 

Leni war also schon am frühen Morgen fleißig. Während die Jungen auf das nächste Fressen hofften.

 

 

Der frühe Vormittag war sonnig und warm und die Küken mussten sich die Zeit irgendwie vertreiben.

 

 

Ein wenig schlafen.

 

 

Sehr interessiert aussehen.

 

 

Ein wenig miteinander raufen.

 

 

 

Flugübungen machen und leider noch nicht abheben.

 

 

 

Unbedingt das Erdstück haben wollen, das das andere Küken im Schnabel hat.

 

 

 

Würmer ohne Ende

Mama Leni war bei dem geheimen Würmervorrat vorbeigeflogen und hatte einen Schnabel voll mitgebracht.

 

 

 

 

 

Zum Verdauen musste dann unbedingt ein Schläfchen gehalten werden. Zuerst in der Sonne, wobei ein Küken das andere unter seinen Flügel nahm. Eine Stunde später gab es eine andere Liegeposition und ein Schläfchen im angenehmen Schatten.

 

 

 

Die Müdigkeit verflog, als Papa Ben auftauchte. Auch er hatte Würmer ausgegraben, aber was die Eltern bringen, ist den Küken sicherlich egal. Fressen ist Fressen, egal in welcher Form. Hauptsache reichlich und oft.

 

 

 

Nach dem Schlafen ist vor dem Fressen. Glücklicherweise wachten die Ministörche rechtzeitig auf, um den nächsten Würmercocktail zu verspeisen.

 

 

 

Allerdings dauerte es bei dieser Fütterung ein wenig, bis Ben den Schnabel öffnete. Irgendetwas schien ihn zu beunruhigen und er starrte minutenlang in den Himmel, bevor er die Küken fütterte.

 

 

 

 

 

Stürmische Freude ist jedesmal garantiert, wenn ein Elternteil im Nest landet. Die Storcheneltern sind auch ständig unterwegs, um den Nachwuchs zufriedenzustellen. Am Nachmittag tauchte zuerst Ben auf…

 

 

… und wenige Minuten später flog Leni ein. Beide mit ordentlichen Würmerportionen. Satt sind die Küken in jedem Fall, aber man kann ja etwas Vorrat anlegen.

 

 

Ein sportlicher Nachmittag

Der Himmel bewölkte sich, der Wind frischte etwas auf und die Jungen übten sich im Stehen, Flügelschwenken und Ausmachen der Rangordnung.

 

 

 

 

Aber all die sportlichen Aktivitäten sind vergessen, wenn der „rote Schnabel“ einfliegt.

 

 

 

In den Abendstunden war der Wind teilweise so heftig, dass die Küken bei ihren Stehübungen über den Haufen geweht wurden und auf das Geschwisterküken purzelten.

 

 

 

Daher war es sicherer, eine stabile Schlafposition einzunehmen und den Tag im Liegen ausklingen zu lassen smile. Mama Leni und Papa Ben ließen sich kurz nach zehn Uhr im zweiten Nest ebenfalls zum Schlafen nieder.

Die Hitzewelle ist in unseren Breiten erst einmal vorüber, ab morgen herrschen Temperaturen knapp über 20 Grad. Daher können die Störche und alle Beobachter vorübergehend aufatmen. Eine gute Nacht für unsere großen und kleinen Störche.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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