09.05.2020 – Wenn der Storch Schlucken hat…

Um halb sechs kehrte Lilly ins Storchennest zurück und brachte “Blümchen” mit. Eine Nestverschönerung kann nicht schaden und die Küken haben ein neues Spielzeug.

 

 

 

 

 

 

Ben überließ Lilly nach seinem Nachtdienst bereitwillig den Platz auf den Eiern und verabschiedete sich zu einer Futterrunde.

 

 

Der Storchenvater dehnt seine Morgenrunden mittlerweile etwas länger aus. Heute war er knapp eine Stunde unterwegs, bevor er wieder im Nest auftauchte.

 

 

Dann wurde Lilly fix aufgescheucht und Ben nahm seinen Wachplatz im Nest ein.

 

 

 

Die fast sommerlichen Temperaturen konnten anscheinend nur mit geöffnetem Schnabel ausgehalten werden. Heute wehte nicht einmal ein Lüftchen, um Abkühlung zu schaffen. Anfang der kommenden Woche gehen die Temperaturen wieder in den Keller und werden nur einstellig sein. Deshalb sollten die Störche die Sonne ausgiebig genießen, bevor es wieder kalt und nass wird.

 

 

 

Einer kommt, der andere geht (oder bleibt sicherheitshalber)

Lilly kehrte kurz vor sieben Uhr wieder zurück und tauschte mit Ben die Plätze.

 

 

“Das Nest verlassen? Ach nein, ich bleibe lieber hier und versuche, Lilly von den Eiern zu bekommen.”

 

 

Zuerst hielt Ben ganz unschuldig Ausschau, ob sich etwas Interessantes zum Beobachten bot.

 

 

Dann schlich er wieder um Lilly herum und lauschte an ihrem Bauch.

 

 

Ben hat Schluckauf smile

Während Ben versuchte, Lilly in die Senkrechte zu bekommen, stellte sich bei dem Storch ein Schluckauf ein. Er hickste im Sekundentakt und konnte sich gar nicht mehr beruhigen.

 

 

 

 

Heute blieb Lilly standhaft und ließ sich nicht vom Gelege herunterlocken. Sie ignorierte Bens Herumgestochere und baute sich selbst im Heu ein.

 

 

“Hm, na dann nicht.” Ben hatte keine Chance und verzog sich vom Nest, um etwas Sinnvolleres als Warten zu tun.

 

 

Diesmal ist es Lilly, die mit geöffnetem Schnabel zu sehen ist.

 

 

Zehn Minuten später tauchte Ben mit einem Schnabel voller Heu auf. Lilly beklapperte freudigst seine Rückkehr, blieb aber trotzdem auf den Eiern sitzen.

 

 

 

 

Da war sie wieder – die Chance auf die Eier smile. Lilly hatte sich zum Wenden erhoben und Ben stand wartend am Nestrand. Diesmal zog er es vor, erneut vom Nest zu fliegen und tauchte erst zwei Stunden später wieder auf.

 

 

 

Kurz vor elf Uhr erfolgte der nächste Schichtwechsel. Der Himmel war strahlend blau und mit einigen Schleierwölkchen versehen, die aber keinen Schatten brachten. Familie Storch konnte in Ruhe einen Samstag genießen, der warm und trocken und ohne Ablenkungen war.

 

 

 

Wo ist der Feind??

Kurz nach ein Uhr war wieder ein lautes Klapperkonzert aus dem Storchennest zu hören. Ein Blick von der zweiten Kamera zeigte  – nichts. Es war nichts Gefährliches zu sehen, was die Störche beunruhigen könnte. Aber was für Mensch und Tiere gefährlich erscheint, ist ja unterschiedlich. Es sollte jedenfalls die einzige Aufregung am heutigen Tag bleiben.

 

 

 

 

Eine halbe Stunde später herrschte wieder Frieden bei Familie Storch. Lilly brütete, während Ben sich eine sehr lange Auszeit gönnte. Er kehrte erst um halb sechs zurück, sodass Lilly eine ausgiebige Brutzeit genießen durfte.

 

 

 

 

 

Es ist halb sechs und Lilly hatte ordentlich Hunger nach ihrer Nachmittagsschicht. Nun aber schnell auf Beutezug gehen, bevor das potenzielle Futter auch seine Nachtruhe antritt.

 

 

 

Ben machte es sich auf den vier Eiern bequem und heute war er es, der den farbenprächtigen Sonnenuntergang genießen durfte.

 

 

 

 

 

Nach 3,5 Stunden flog Lilly ein und Ben verabschiedete sich erneut. Um 21 Uhr war es immer noch hell genug, um durch die Wiesen zu streifen.

 

 

 

 

Heute hatte Lilly die Eier ganz für sich alleine. Ben tauchte erst wieder um 23 Uhr auf, dann forderte er allerdings sogleich seinen Platz ein.

 

 

 

Einfliegen, Lilly piksen und brüten – so wird das gemacht smile.

Ein ruhiger Tag ohne besondere Vorkommnisse geht zu Ende. Auch unsere Störche haben ein entspanntes Wochenende verdient. Schlaft also gut und lauscht an den Eiern, ob schon etwas zu hören ist. Wir wünschen eine gute Nacht.

 

 

 

 

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