07.07.2025 – Abschied vom Jagen und Sammeln

Elli ist in der Nacht aktiv und fliegt auch am Abend für eine weitere Übernachtung ein. In Ungarn geht Macus noch einmal seiner Lieblingsbeschäftigung nach, bevor der Abschied der Jungstörche in den Süden bevorsteht und in der Nacht werden die dortigen Häuser besetzt.

 

Kurz nach 2 Uhr hatte Elli heute Morgen das Nest verlassen und war im Dunkeln über das schlafende Fohrde hinweggeflogen.

 

 

 

Gegen 5 Uhr war die Störchin wieder im Anflug und landete flügelschlagend im Nest. 3 Stunden Ausflugszeit dürften gereicht haben, um sich den Bauch mit einem ersten Frühstück vollzuschlagen. Und wie die viele Gewölle im Nest zeigen, wird Elli jeden Tag mehr als satt.

 

 

 

Es ist sehr wichtig, sich ausreichend Zeit zum Verdauen zu nehmen. Deshalb war zuerst ein entspanntes Nickerchen dran.

 

 

Der Himmel war verhangen, sodass auch Elli heute auf ein Sonnenbad verzichten musste. Worüber die Störchin sicher nicht böse war. Dafür wehte einkräftiger Wind, der alles Leichtgewichtige mitnahm.

 

 

Auch Elli. Denn als die Störchin am Nestrand stand und überlegte, wohin sie nun fliegen solle und die Flügel bereits leicht öffnete, zog sie der Wind mit einem Ruck in die Höhe.

Normalerweise startet Elli waagerecht. Hier waren plötzlich nur noch ihre Füße zu sehen, während die überraschte Störchin versuchte, die richtige Flugposition einzunehmen.

 

 

Elli war anscheinend eher unfreiwillig vom Nest geweht worden, denn bereits 8 Minuten später stand sie wieder im Nest.

 

 

Erst um 8:21 Uhr nahm sie erneut Abschied und flog diesmal elegant auf Elli-Art vom Nest und in die Richtung der Wiesen, um den restlichen Tag auswärts zu verbringen.

 

 

Überraschenderweise flog Elli um 21:30 Uhr wieder ein. Anscheinend wollte sie eine gemütliche Nacht in ihrem Nest verbringen. Dann wünschen wir eine angenehme Nachtruhe und senden auch Otto in Loburg ganz liebe Gutenachtgrüße.

 

 

 

Ein Hallo nach Ungarn

Nachts um 2 Uhr war Macus alleine auf dem Nest anzutreffen. Um halb fünf standen drei Tiere im Nest, während die große Kindergartengruppe anscheinend schon ausgeschlafen hatte und munter war.

 

 

 

Bei Tageslicht betrachtet waren es noch mehr Tiere, die im Nest und auf der Wiese anzutreffen waren. Und bei sieben großen Störchen sieht es schon ganz schön turbulent aus.

 

 

Szofis Jungtiere wanderten auf der Wiese umher und wurden von der Kindergartengruppe genauestens beobachtet. Man kann schließlich immer etwas lernen. Die Teenager sind jetzt das beste „Zugpferd“ für die vier Nachzügler, die sicher auch nur noch wenige Tage brauchen, um sich in die Lüfte zu erheben. Da sie keine Eltern haben, die ihnen die Futtersuche zeigen, werden sie sicher Szofi und die Teenager in die nähere Umgebung begleiten, um die Futtersuche zu lernen. Daher hat Szofi auch in diesem Jahr als stellvertretende Mutter großartige Arbeit geleistet.

 

 

Um 8:45 Uhr waren Szofis Küken flügelschlagend im Nest zu sehen, denn Papa Macus kam ins Nest gehüpft und die Jugend erwartete nun Futter. Aber nein, Macus wollte seinem Nachwuchs wohl ein letztes Mal eine Freude machen und schleppte zum Abschied – wie sollte es anders sein – eine große Pappe ins Nest.

 

 

Für das Bäuchlein gab es nichts, dafür freute sich Macus umso mehr über seine Beute. In dieser Saison durfte er wohl zum letzten Mal seinen Jäger-und-Sammler-Instinkt ausleben und es sei ihm von Herzen gegönnt.

 

 

 

Um halb zehn begann das große Hopsen im Kindergarten, obwohl der junge Storch mit Platzmangel zu kämpfen hatte. Aber wer bald hoch hinaus will, lässt sich davon nicht stören. Bald gehen die nächsten vier Tiere in die Luft und dann wird es ein munteres Kommen und Gehen im Garten geben.

 

 

Ein kurzer Blick auf die Kleinsten verriet, dass man sich zusammengerauft hatte. Das Nest hatte mittlerweile eine Rundumverkleidung bekommen, denn man kann nicht jeden Morgen auf Storchensuche gehen. Deshalb wurde Macus abgestellt, um immer wieder einen Blick auf den Nachwuchs in dem anderen Nest zu werfen.

 

 

Dann wanderte der Kamerablick erneut und zeigte ein Störchlein auf einem Mast und einen weiteren Storch auf einem Dach. Allerdings waren beide zu weit entfernt, um genau sagen zu können, ob es Junge oder Alttiere waren. Aber Storch bleibt Storch.

 

 

 

 

Ooooh, Tante Gans kommt…

Es war ganz sicher wieder Szofis jüngstes Küken, das im Nest stand, als Tante Gans auf ihrem Spaziergang heranwackelte. Und da die Gans bereits einmal dafür gesorgt hatte, dass sich der jüngste Nachwuchs endlich vom Nest bequemte, machte sich das Junge schnell mal aus dem Staub, bevor Tante Gans ihm wieder die Leviten lesen konnte.

 

 

 

Macus bewachte die jungen Störche, András wechselte das Wasser und etwas später sorgten einige Regentropfen für eine kleine Dusche.

 

 

 

Gegen 19 Uhr hielt Macus ein ungestörtes Schläfchen, doch bereits um halb neun hatten sich drei der vier Küken zum Storchenvater gesellt.

 

 

 

Wie sich herausstellt, wollte die Jugend aber nur eine gute Nacht wünschen und nahm schnell wieder Abschied, denn eine halbe Stunde später hatten sie sich einen anderen Schlafplatz gesucht. Jetzt standen alle drei quietschfidel auf einem Dach und hatten anscheinend eine gute Zeit miteinander.

 

 

 

Gut, dass die drei sich noch nicht klappernd begrüßen, wenn sie sich auf dem Dach treffen. Sonst würde so mancher Anwohner sicher um seinen Schlaf kommen.

 

 

 

Zur gleichen Zeit stand ein einzelner Storch in dem entfernten Nest. Es war leider nicht auszumachen, ob es sich um den Nestbewohner oder Szofis viertes Jungtier handelte. Zuzutrauen wäre es dem Jungvogel aber auf jeden Fall.

 

 

Gute Nacht und genießt eure Schlafplätze, wir sehen uns morgen wieder.

 

Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.

https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/

 

Quelle:

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ

 

 

 

 

 

 

 

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