06.05.2025 – Regen in Ungarn – Leere im Storchennest

Ein sonniger Tag in Fohrde, Regen in Ungarn. Otto und Elli waren heute kaum anwesend und im Nest herrschte Leere. Die Küken in Ungarn haben sich mit dem neuen Geschwisterchen angefreundet. Das Futter für die Vierlinge wird immer größer und auch heute rollte in Fohrde noch kein Ei in die Nistmulde.

 

Früh um fünf Uhr war das Nest bereits leer, aber eine Stunde später kehrte Otto mit vollem Schnabel und Bettmaterial zurück.

 

 

Einmal ordentlich aufschütteln und natürlich musste der Storch gleich Platz nehmen. Sonst würde sicher der Wind, der zwar noch nicht da war, aber kommen könnte, alles wegwehen. Das wusste Otto zu verhindern, indem er seine Ruheposition einnahm.

 

 

Elli brachte sich ihr Bettzeug auch selbst mit und im ersten Moment hätte man denken können, dass sie neben Otto Platz nehmen würde. Aber Fehlanzeige. Sie stopfte ihr Stroh so energisch unter Ottos Seite, dass dieser lieber aufstand, als gepiekt zu werden.

 

 

 

Da Otto nun wieder munter war, startete er einen Aufstiegsversuch, bei dem er aber sofort über Ellis Kopf abrutschte. Dann also später noch einmal.

 

 

Schnell die Schlafkuhle wieder herrichten und Platz nehmen.

 

 

 

Doch dann ging Otto auf, dass er schon etwas zur Hausarbeit beitragen müsse. Immerhin war Elli bereits ausgeflogen. Gedacht, getan. Glücklicherweise reicht ein Flug hinunter in den Garten. Der gestrige Wind hatte genug Äste abgerissen, die Otto schnell einsammelte und im Nest ablegte. Das war erstmal genug.

 

 

Nachdem auch Elli heimgekehrt war, werkelten die beiden Baumeister ein wenig an der Nestumrandung und hoben um 9 Uhr zum großen Frühstücksbuffet ab. Das dauerte bis 12:30 Uhr, erst dann tauchte Otto wieder im Nest auf.

 

Die große Leere

Auch am Nachmittag herrschte gähnende Leere im Fohrder Storchennest. Otto hatte sich kurz gezeigt und sich etwas hingelegt. Kurz nachdem er wieder losgezogen war, landete Elli im Nest. Ebenfalls nur für kurze Zeit.

 

 

Abends tauchten die beiden gegen halb sieben wieder auf. Nach den großen Ausflügen dürften die beiden ordentlich müde sein. War das jetzt der letzte Tag als Storchenpaar und kommt noch heute ein Ei?

 

 

 

Ein Ei kam leider nicht, aber die beiden haben ihre gemeinsame Zeit gut genutzt und sich ausgiebig erholt. Mit Küken ist das später nur schwer machbar.

 

In Ungarn wachsen die Vierlinge

Es war gerade hell geworden, aber die Vierlinge waren bereits putzmunter und sorgten dafür, dass Mama und Papa nicht mehr schlafen konnten. Sobald sich der Altstorch erhob, ging das Gewusel los.

 

 

Wieder sorgte Regenwetter dafür, dass sich das Geschehen hauptsächlich unter den Bäuchen der Eltern abspielen wird und Szofi und Macus unfreiwillig duschen mussten.

 

 

Immerhin war das Haarewaschen wichtig, denn Mama Storch hatte anschließend eine tolle und sehr moderne Igel-Frisur.

 

 

 

Papa hatte etwas nasses Gras mitgebracht, aber das wurde zum Trocknen beiseitegelegt. Die Küken interessierten sich vielmehr für den Schnabelinhalt, mussten sich aber noch gedulden.

 

 

Papa! Du hast das Füttern vergessen!

 

Aber dann flog die Vormittagsration ein. Kleingeschnittenes Fleisch regnete plötzlich vom Himmel und alle vier Küken konnten sich so viel in die Schnäbelchen stopfen, wie Platz im Bäuchlein war.

 

 

 

Selbst da Kleinste fand genügend Futter und musste schon würgen, um den letzten Happen auch noch zu fressen und den Schnabel wieder zuzubekommen.

Die Storcheneltern haben keine Angst vor den Menschen und nehmen die Hilfe dankbar an. Da Macus nicht zum Futtersammeln ausfliegen kann, ist Szofi Alleinversorgerin. Dass sie nicht sieben Küken, sich und Macus durchfüttern kann, ist klar. Also ist das Storchenpaar auf menschliche Unterstützung angewiesen, die es gerne annimmt.

 

 

Die Fleischstückchen fielen zum Glück in die Mitte des Nestes. So konnte der spitze rote Schnabel die Reste nicht finden und aus dem Nest werfen. Mit dem Aufräumen sind die Alttiere immer sehr fix.

Als sich Mama Storch wieder niederließ, hatten die Küken noch genügend Vorrat unter ihren Bäuchen, um sich eine angenehme Zeit zu machen und eine kleine Futterorgie zu feiern. Und ein wenig rausgucken klappte auch.

 

 

 

Was für ein Weckgeräusch. Sollten die Küken gerade geschlafen haben, waren sie dann garantiert alle wach, wenn Mama mit dem Schnabel klapperte.

 

 

Ist das nicht süß???

 

Ein bißchen frische Luft und kuscheln zugleich.

 

Den Hals strecken und klappern klappt schon sehr gut.

 

Die süßesten Fotos entstehen, wenn der Nachwuchs Futter vorgesetzt bekommt. Neben dunklem Babybrei gab es heute Stückchen, die wie Nacktschnecken aussahen, grüne Heupferdchen etwas durchgekaut und schwarze Käfer.

 

 

Man weiß nie, was man vorgesetzt bekommt.

 

Das kleinste Küken ist kaum noch von den anderen drei Ministörchen zu unterscheiden. Auch bei den Fütterungen setzt es sich gut durch und bekommt immer etwas ab.

 

 

 

 

 

Manchmal verwechselt man als Küken das Futter mit einem Teil von einem Geschwisterchen. In diesem Fall hatte das linke Küken plötzlich den Flügel eines Geschwisterchens im Schnabel. Allerdings macht der nicht satt.

 

 

Morgen könnte, wenn der Rhythmus von zwei Tagen eingehalten wird, das fünfte Küken schlüpfen und ins Nest gesetzt werden. Wir sind gespannt.

 

https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/

Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.

 

Quelle:

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ

 

 

 

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