06.05.2021 – Dem Storchenei geht es gut

Heute war der erste Tag, an dem unsere Störche getrennte Wege flogen. Natürlich nur, weil von nun an immer einer der Störche im Nest bleiben muss.

Am Morgen saß Lilly auf dem Ei und wartete auf ihre Ablösung.

 

 

Bis Luke wieder eintrudelte, wurde noch ein wenig gelüftet. Das Ei darf noch nicht zu viel Wärme abbekommen, erst wird auf das zweite Ei gewartet, bevor das Brüten richtig beginnt.

 

 

 

Gibt es noch Vorräte?

Luke tauchte mit einem riesige Bündel Stroh auf und schon war das Ei gut verpackt und nicht mehr zu sehen. Luke verteilte das Stroh über das ganze Nest. Sollte wieder Wind aufkommen, würde das Nistmaterial durch das Nest geweht werden und (hoffentlich) in seiner Mitte landen.

 

 

 

Jetzt war Lilly ausgeflogen und Luke war mit dem Brüten dran. Unser stolzer Papa macht das schon perfekt.

 

 

 

Zuerst wurde das Ei hin- und hergekullert, anschließend nahm Luke darauf Platz.

Und immer schön vorsichtig niederlassen, damit dem Ei nichts passiert.

 

 

 

Die Brutmulde wanderte durch das ganze Nest smile

Lag das Storchenei anfangs noch mittig, marschierte es im Laufe des Morgens langsam in Richtung Rand. Luke und Lilly störte das nicht. Das Ei wird mit Stroh und Gras warm eingepackt und dann ist es egal, an welcher Stelle es liegt.

 

 

 

 

 

 

Papa Storch ist fleißig

Luke legte sich heute richtig ins Zeug. Um halb zehn schleppte er ein riesiges Rasenstück ins Nest, das eine Menge an Gewicht vorzuweisen hatte. Wer weiß, welcher Gartenbesitzer jetzt seinen Rasen vermisst? Dafür wurde Lilly von Luke fast eingepflanzt.

 

 

 

 

Und dann wollte Luke sein Ruhepäuschen nutzen und stieg Lilly doch tatsächlich auf den Rücken. Und das, obwohl ein Ei unter ihrem Bauch lag. Also Luke, so geht das doch nicht!

 

 

Da Luke bei Lilly nicht richtig punkten konnten, flog er lieber vom Nest und brachte einen halben Acker Stroh nach Hause. Das wurde um Lilly herum verteilt, sodass es das Ei schön warm hatte.

 

 

 

 

Und weil es so schön war, kommen Luke’s Bauarbeiten hier im Video:

 

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Gegen 11 Uhr fielen ein paar Regentröpfchen und auch das erste Ei bekam eine kleine Dusche ab, um wieder abzukühlen.

 

 

 

Als Luke wieder einflog, gab es etwas Grünzeug, um das Nest farblich aufzupeppen.

 

 

 

Und gleich noch einmal eine Strohladung. Ben schleppte unermüdlich Stroh an und kümmerte sich rührend um seine Störchin.

 

 

“Nanu, was bist du denn?? Lilly??? Haben wir schon ein zweites Ei bekommen?”

Entwarnung – es lag nur eine Feder im Nest, trotzdem schien Luke irritiert. smile

 

 

 

Vegetarisches Mittag?

Noch mehr Grünfutter für Lilly? Sicher nicht. Luke wollte nur das Nest wieder auffüllen, weil der Wind gestern das ganze Stroh davongeweht hatte.

 

 

 

Im Gegensatz zum letzten Jahr darf Lilly diesmal auch brüten. In der letzten Saison musste sie sich den Platz auf den Eiern immer erkämpfen, da Ben diesen nur selten freiwillig abtrat.

 

 

 

 

Heute übernahm Luke die Eierwache am späten Nachmittag.

 

 

Es kann vorkommen, dass Lilly oder Luke auch mal einen ganzen Nachmittag alleine im Nest sitzen werden. Das ist völlig normal und der Storch, der gerade brütet, fällt durch diese Zeiten nicht vom Fleisch. Also keine Sorgen machen, wenn ein Elternteil mehrere Stunden am Stück brütet und vom anderen Storch nichts zu sehen ist smile.

 

 

Schlaft schön, liebe Storcheneltern. Genießt eure Ruhe smile.

 

 

 

 

 

 

 

 

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2 Kommentare
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Ach, da habe ich mich jetzt vertan … Ich meine natürlich seine komfortable Zweiraum-Wohnung. Ich glaube, das gibt es nur hier in Fohrde, bei uns in Brandenburg!!!😋

Wie schön, daß alles doch noch ein gutes Ende gefunden hat, Lilly sitzt auf dem ersten Ei. Und sie muß einiges ertragen, denn das Wetter ist scheußlich. Hier im Raum Potsdam hat es heute fast nur geregnet und sogar geschneit. Alle Storchenfreunde haben sicher aufgeatmet, es hat doch noch geklappt. Und Luke ist auch sehr fürsorglich, so wie wir es von Ben kannten. Er ist nicht vergessen. Hier hat eine Astrid geschrieben, die sich schon sorgt. Seit 2018 schaue ich ins Storchennest, Ben war unser Liebling. Er hat eisern fast 6 Wochen allein im Nest ausgeharrt und gewartet.Nun ist es… Weiterlesen »