Der Müll wurde unserem Storch fast zum Verhängnis und wir können von Glück sagen, dass das Tier am Abend wieder im Fohrder Storchennest lag und schlief. Der Storch hatte sich auf der Wiese in einem Band verfangen, wie sie für die Strohballen verwendet werden und zog das meterlange Band mit auf den Horst. Am Fuß gefangen, flatterte das Tier immer wieder in die Luft, um sich zu befreien. Als das endlich gelang, nahm der Storch spornstreich Reißaus in Richtung Weide.
Aber der Reihe nach:
Am Morgen war die Welt noch in Ordnung. Storchi hatte im Nest übernachtet und flog zum Frühstücken aus. Kurz vor halb sieben kehrte er zurück und hatte seinen Hals zwischenzeitlich in etwas gesteckt, was schwarze Spuren auf seinem Hals hinterlassen hatte.
Gegen acht Uhr erfolgte eine gründliche Inspektion des Nestes und eine Stunde später stand der Storch in der wärmenden Sonne.
Was auffällig ist, ist die schuppenartige Form der Federn. Im Sonnenschein ließ es sich gut erkennen, dass die weißen Federn im unteren Bereich sehr breit und abgerundet aussehen – wie überdimensionale Fischschuppen.
Das zweite Erkennungsmerkmal wäre, dass auf der rechten Körperseite im hinteren Bereich anscheinend eine weiße Feder fehlt. In der untersten weißen Federreihe erscheint eine kleine schwarze Stelle.
Die unfreiwillige Fußfessel – der Müll wurde unserem Storch fast zum Verhängnis
Kurz vor elf erlebte unser Storch den Schreck des Tages. Er war auf der Wiese unterwegs, suchte Nistmaterial zusammen und wollte zum Nest zurückfliegen. Dabei kam ihm ein langes Folienband in die Quere, das der Wind losgerissen hatte. Mit diesem im Schlepptau landete er auf dem Horst.
Nun hüpfte er auf dem Nest herum, um das Band, das mehrere Meter lang war, von seinem Fuß zu bekommen. Er hob vom Nestboden ab, kam aber nicht weit, weil das Band jetzt im Stroh und an den Ästen festhing. Außerdem zog sich die Schlinge am Bein zu, je mehr das Tier zerrte.
Wahrscheinlich riss das dünne Material durch die Kraft des Storches, der sich um jeden Preis befreien wollte. Das Tier drehte sofort ab und flog zur Kuhweide, um sich in Sicherheit zu bringen. In der nächsten Stunde mied der Storch das Nest, aber am Nachmittag landete er dann wieder in seinem neuen Zuhause.
“Rentner haben niemals Zeit”
So betitelte Peter heute seinen Einsatz. Nachdem er das Drama mitbekommen hatte, den Storch aber in Sicherheit wusste, sauste er nach Fohrde. Weshalb?
Der Storch war aus der Gefahrenzone, aber das meterlange Band lag über dem Nest und flatterte lustig im Wind. So konnte das natürlich nicht bleiben, deshalb mobilisierte Peter Hilfe vor Ort. Der Bauer machte sich sofort daran, den Storchenmast zu erklimmen. Glücklicherweise war das Band so lang, dass er nur die Hälfte des Mastes hochklettern musste, um den Müll zu erfassen und vom Mast ziehen.


Ende Gut, alles gut. Und Storchi lag abends zufrieden in seinem Storchennest. Alle möglichen Materialien, die der Storch ins Nest schleppen könnte, wurden geborgen und unter Verschluss gebracht. Wiese und Bauernhof sind jetzt storchensicher und erwarten den zweiten Storch.
Was ist heute in Ungarn passiert?
Natürlich dürfen wir nicht den Blick nach Ungarn versäumen, denn heute war Tag 2 nach dem vierten Ei. Wenn wir jetzt zählen, kommen wir bis fünf, denn Szofi präsentierte um 21:24 Uhr das Quintett. Das wurde wenige Minuten später vom Storchenpapa übernommen.
5 Eier von Szofi und Macus freut und bedankt sich auf süße Weise:
Jetzt dürften alle Eier beisammen sein, denn bei sechs Eiern wird der Platz unter dem Bauch doch etwas eng. Alles Liebe und viel Glück für die fünf Eier. Und wenn eines davon doch nicht befruchtet sein sollte, es liegen genügend Eier im Nest.
Allen Störchen und Storchenfreunden eine gute Nacht und einen friedvollen Sonntag.
Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.
https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/
Quelle:
https://www.youtube.com/@BirdMania-Madarpark
















