04.05.2021 – Viel Wind und zum Glück noch kein Ei

Kurz vor 6 Uhr begutachtete Lilly das Nest, um entsprechend der Sturmwarnungen alles wetterfest zu machen. Der Himmel nahm eine etwas bedrohliche Farbe an, aber außer etwas Wind schien alles in Ordnung zu sein.

 

 

 

 

Luke und Lilly gingen ihrer täglichen Routine nach – Stroh mausen und lieb zueinander sein. Nachdem beide Störche mit dem Stroh im Nest angekommen waren, legte Luke den Kopf zurück, um herzhaft zu klappern. Lilly tat es ihm gleich, allerdings steckte ihr Schnabel noch in einem Strohbüschel, sodass sie diesen gar nicht aufbekam. Unwirsch schüttelte sie den Kopf und versuchte, den Schnabel aus dem Stroh zu bekommen, aber Luke war mit seiner Klappereinheit schon fertig. Beim nächsten Mal wieder zusammen smile.

 

 

 

 

 

 

 

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Anschließend mussten noch ein paar Stöckchen ins Nest geschafft werden. Mittlerweile ist die Nestmitte höher als der Rand und das musste geändert werden.

 

 

Der Sturm sorgt für ausreichend Holz

Luke hatte bei seiner Landung den Schnabel voller Äste, die verbaut werden wollten.

 

 

 

Bevor er sich dieser Arbeit widmete, sammelte er noch mehr Holz ein, um ausreichend Baumaterial zu haben. Wer weiß schon, wie viel davon wirklich passt?

 

 

 

Lilly half mit, das Gehölz so im Nest zu verteilen, dass man nicht darüber stolperte.

 

 

 

“Schatz, wir feiern Weihnachten. Oder wir bauen eine Antenne. Was dir lieber ist!”

Luke hatte ein kahles Stück Weihnachtsbaum erwischt, das für eine lustige Optik sorgte. Lilly schien es hinzunehmen. Noch war das Chaos nicht zu groß.

 

 

 

“An den Rand, Schatz! Nicht in die Mitte!”

Als Luke dann mit der nächsten Größe an Baumaterial auftauchte, griff Lilly ein. Sie blieb zwar sitzen, machte aber deutlich, dass sie keinerlei Äste in ihrer Schnabelreichweite wünschte und dulden würde. Zwischendurch zerrte sie immer wieder an dem großen Ast, den Luke quer im Nest fallengelassen hatte.

 

 

 

Dann zog sie das ganze Stroh, von dem umgeben war, an sich und stopfte es unter ihren Bauch, um die noch nicht vorhandenen Eier warmzuhalten.

 

 

 

 

 

Jetzt wird an den Feinheiten gearbeitet

Luke experimentierte derweil am Nestausbau. Immerhin wurde ein Ast so platziert, dass er gut als Antenne dienen konnte, da er senkrecht in die Luft ragte. Man konnte ihn auch als Windmesser benutzen, wie es am Nachmittag möglich war.

 

 

 

 

 

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Lilly sah heute lieber zu, wie Luke sich abrackerte und um das Nest kümmerte. Das Storchenmännchen bekam zum Glück gebührenden Beifall, wenn es mit vollem Schnabel im Horst auftauchte und die Störchin mit Stroh überschüttete.

 

 

 

 

Clever wie beide sind, lagen sie kurz darauf gemeinsam im Stroh, damit der Wind dieses nicht sofort vom Nest wedelte. Erst später smile.

 

 

 

In den Vormittagsstunden konnte man noch zielgerichtet auf dem Nest landen, am Nachmittag gab es einige Startschwierigkeiten, um in die gewünschte Richtung abzuheben.

 

 

 

 

Heute war ein Liegetag

Das war heute die sicherste Position. Und auch bei ihr war es ratsam, den Kopf einzuziehen, um möglichst wenig Angriffsfläche für den Wind zu bieten.

 

 

 

 

 

Selbst die sitzende Position war nicht ganz ungefährlich, denn der Wind wurde immer heftiger, sodass die Tiere auch in der Sitzposition ins Wackeln kamen.

 

 

 

Es wird heftig

Auf den Fotos lässt sich nicht erkennen, wie sehr die Tiere zu kämpfen hatten, um das Gleichgewicht zu halten. Oft mussten sie einen Schritt zurücktreten, um ihre Haltung auszubalancieren. Wer sich nur ein wenig quer in die Windrichtung stellte, musste damit rechnen, vom Nest geweht zu werden.

 

 

 

Der (Ab)Flugplatz ist eigentlich gesperrt

Noch können die Störche dem Unwetter ausweichen und am Boden Schutz suchen, was sie gegen halb zwölf auch taten. Lilly wollte in Richtung des zweiten Nestes losfliegen, machte aber die Erfahrung, dass Wollen und Tun heute zwei verschiedene Dinge waren. Die Störchin wurde von einer Böe erfasst und seitwärts weggetrieben, bevor sie den richtigen Kurs nehmen konnte.

 

 

Luke war clever und wartete ab, bis sich ein etwas ruhigerer Moment ergab. Erst dann breitete er seine Schwingen aus und segelte vom Nest.

 

 

Beide Störche verbrachten eine Stunde auswärts, dann sicherten sie erneut das erste Nest. Der Antennenast hatte durchgehalten und die Abwesenheit der Störche überstanden, lange sollte er jedoch nicht mehr Bestandteil des Storchennestes sein.

 

 

Den Versuch, sich die Zeit auf liebevolle Weise zu vertreiben, musste beide Störche schnell aufgeben, sonst wäre Luke wieder einmal vom Nest gefallen.

 

 

 

 

Stattdessen ließen sich Herr und Frau Storch in den Überresten des Strohs nieder und warteten in Ruhe ab, dass der Wind sich legte.

 

 

Ab 16 Uhr stand das Nest wieder leer. Heute war es am Boden einfach sicherer.

 

Mal schauen, ob das Nest noch steht?

Erst gegen 21 Uhr tauchten die Störche wieder auf, um die Schäden zu begutachten. Leider hatte sich die dicke Bodenbeschichtung deutlich in ihrer Höhe verringert, aber Lilly und Luke werden sich alle Strohhalme wiederholen, sobald es windstill ist.

 

 

Luke flog zuerst ein und inspizierte die Schäden. Nachdem Lilly kurz darauf auch wieder ins Nest gefunden hatte, sagten sich die Störche liebevoll Gute Nacht und suchten sich eine flugsichere Position. Hoffen wir, dass sich der Wind bald legt und die Tiere friedlich schlafen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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4 Kommentare
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Ja sie schreibt einfach wunderbar Ev wirklich einfach Super . Ein Buch ja das würde kaufen wenn es auch so Lebhaftgeschrieben ist. Denk da mal drüber nach Ev .Ganz liebe grüsse Brigitte aus Hessen .

Ev , Wunderschön😍 .Bei Deinem Talent zu schreiben wäre es doch naheliegend ein Buch darüber zu veröffentlichen. Von mir bekämst du schon mal einen “Goldenen Oskar “

Ja również wpadłam na ten sam pomysł.Książeczka dla dzieci w pięknym opisie .Na prawdę można by było ją wydać.Jestem z Polski i ten Tage buch czytam codziennie swoim wnukom…A te zdjęcia dodają całego uroku..Szkoda by to tego nie wydać jako książeczkę dla dzieci.Pozdrawiam Ev za talent literacki.Brawo Ev
Irena