04.03.2025 – Auffangstation in Ungarn
Da die Sonne in Fohrde noch auf ein leeres Storchennest schaut, werfen wir mal einen Blick in andere Gefilde. In den letzten Jahren hatte ich zeitgleich über ein Storchennest in einer Auffangstation in Ungarn berichtet. Dort werden Zwei- und Vierbeiner liebevoll aufgepäppelt, die verletzt sind oder es aus eigener Kraft nicht schaffen.
Die Station ist vor allem dafür bekannt, Jungtiere, deren Eltern verletzt wurden oder die von den Altstörchen als “unbrauchbar” aussortiert wurden, aufzunehmen. Im vorletzten Jahr wurden dafür extra neue Nester aufgestellt. In diesen saßen die vielen Jungstörche dann tagsüber zusammen. Nachts kamen sie in eine sichere Unterkunft.
Sofia und Macus
Im Garten der Station steht ein Nest, in dem das Storchenmännchen Macus derzeit auf seine Partnerin Sofia wartet. Die Störchin wird Ende März/ Anfang April erwartet. Macus kam als verletzter Storch in die Auffangstation. Er kann zwar noch fliegen, entschied sich aber, das Nest im Garten zu seinem festen Wohnsitz zu machen und deshalb überwintert er auch dort. Er fliegt regelmäßig auf Futtersuche, aber durch das Zufüttern muss er sich besonders im Winter nicht groß anstrengen und darf sein Dasein als Storch einfach genießen.
Auf https://www.youtube.com/watch?v=TFMYz75fSmQ kann man Sofias Einflugsdaten seit 2017 nachlesen und erfahren, wie viele Küken das Paar bisher jedes Jahr großgezogen hat. Für das letzte Jahr fehlen leider die Angaben.
Großfamilie in der Auffangstation
In diesem Nest wachsen regelmäßig bis zu fünf Jungtiere heran, die dann im Sommer ihrer Wege gehen. Im vorletzten Jahr verstarb ein Storchenkind an einer Erkältung mit starkem Husten. Als “Ersatz” bekam die Familie zwei Fremdküken ins Nest gesetzt, die von dem Elternpaar angenommen und gefüttert wurden, bis auch diese flügge waren.
Warten auf die Störchin
Noch ist in diesem Horst alles ruhig, wobei Macus schon fleißig beim Sammeln von Stöckchen ist, um das Nest aufzufrischen. Damit der künftige Storchenpapa es auch wirklich bequem bei der Arbeit hat, steht vor dem Nest ein Schemel bereit, den der Storch zum Aufstieg in das Nest benutzen kann. Früher stand das Nest auf einem Konstrukt, das an einen einfachen Carport erinnerte, der aber etwas wackelig aussah. Das wurde anscheinend verändert, die Höhe des Storchennestes aber blieb. So ist es mit der Zufütterung einfacher, da das Futter von der Wiese aus ins Nest geworfen werden kann.
Nur keine großen Anstrengungen bitte:
Ein Hopser auf den Hocker und …
… schon ist man im Nest. Man ist ja schließlich nicht mehr der Jüngste!
Täglich wird gefüttert
Nicht nur die drei Invaliden, die in der Voliere zu sehen sind, erhalten in der Auffangstation in Ungarn täglich ihr Futter. Macus bekommt seine Happen direkt ins Nest. So lässt es sich gut leben. Er kommt von der Futtersuche nach Hause und der Nachtisch wartet schon im Nest. Ein tolles Storchenleben.
Fürsorge ist für alle da
Ab und an kommt das Federvieh vorbei und die rotgetigerte Katze macht ihren Rundgang. Macus genießt währenddessen die Sonnenstrahlen und träumt von seiner Sofia.
Quelle:
https://www.youtube.com/watch?v=TFMYz75fSmQ












Ciao EV!!! I got to know “BirdMania” thanks to your posts and since then I have been following their stories daily…..but I have to make some corrections: 1-the 2 nursery nests were set up 2 years ago. Last year, there was only the nest of Macus and Sofi, on which one of their chicks grew up + 5 adopted ones 2-Macus really CANNOT fly: Andras, the person in charge of the center, has placed a stool near the nest that Macus uses to reach the nest. So, he doesn’t stay in the garden because he is “lazy” and takes advantage… Weiterlesen »
Liebe Ev, letztes Jahr hatten Macus und Sofia keine eigenen Küken. Ihr erstes Küken ging ein, die restlichen 5 Eier wurden von Andras entfernt, es war wohl eine Krankheit im Nest. Genaue Ursache unbekannt. Als aus einem anderen Horst 5 Eier gerettet werden konnten, schob man sie Macus und Sofia unter. Diese nahmen sie problemlos an und alle fünf Küken sind erfolgreich großgezogen und flügge geworden.Lieber Gruß
Deswegen hatte ich auch “vorletztes” Jahr im Text geschrieben. Letztes Jahr hatte ich ausgesetzt und auch Ungarn gar nicht mit verfolgt (daher dankeschön für die Info, das war neu für mich und schade, dass die eigenen Küken es nicht geschafft haben. Dafür bekamen fünf andere Küken die Chance, in einem Storchenhaushalt aufzuwachsen. Das ist wunderbar). Ich bezog mich auf die Saison im Jahr 2023.
Liebe Grüße,
Ev