03.05.2026 – Heute gab es einen Verletzten

Nein, in Fohrde ist diesmal nichts passiert. Keine Verletzten. Alle Störche und Eier sind wohlauf. In Ungarn gab es einen kleinen Unfall, der mit einer blutigen Hand endete. Und – in Fohrde hat das erste Ei ein Loch. Es geht los und wir drücken dem Kleinen alle Daumen.

 

Sonntag Morgen. Frühdienst Otto. Alles ist wie immer. Oder gab es schon ein Loch im Ei? Aus dieser Perspektive war leider nichts zu sehen, da Otto die Eier „abgesenkt“ hatte. So können sie zwar nicht wegrollen, aber zu sehen sind sie auch nicht mehr.

 

 

Jezebel kehrte um 10 Uhr ins Nest zurück, um Otto abzulösen. Und dieser machte sich sofort in die Spur, um keine Zeit zu verlieren. Schließlich hatte er bereits eine ganze Weile das Piepsen im Ei mitvererfolgt und wollte zurück sein, wenn das Küken schlüpfte. Aber das sollte noch eine ganze Weile dauern, daher hatte Otto genügend Zeit für ein Frühstück plus Mittag.

 

 

 

Otto gönnte sich drei Stunden Auszeit und kam um 13 Uhr heim. Nach dem Schichtwechsel sauste Jezebel vom Nest und Otto machte es sich gemütlich, um in aller Ruhe zu brüten.

 

 

 

 

 

So lässt sich alles besser erkennen

Um 16 Uhr sah der Livestream plötzlich ganz anders aus. Sehr zur Freude aller Zuschauer, denn jetzt gab es Störche und Eier in Nahaufnahme.

 

 

 

Um 17 Uhr hatten Otto und Jezebel die Plätze gewechselt und es wurde schwierig, die Eltern aus dieser Perspektive zu unterscheiden. Glücklicherweise erscheinen beim Setzen und Aufstehen kurzzeitig die gelben Ringe vor der Kamera und Otto ist noch immer mit einem schwarzen Fleck am Kopf unterwegs.

 

 

 

Um 17:08 Uhr war das erste Löchlein in einem der Eier zu sehen. Das mittlere, senkrecht hochgestellte Ei zeigt in der Mitte ganz deutlich Spuren des kleinen Nagezahns, der bisher im Ei wohnte.

 

 

 

Nun heißt es warten, dass es wieder hell wird. Dann lässt sich das Schlüpfen ganz sicher aus nächster Nähe verfolgen. Wir sind gespannt.

 

 

Es gibt einen Verletzten in Ungarn?

Dabei sieht hier alles so friedlich aus.

 

 

Um halb zwölf gab es zusätzliches Mittag für die Kleinen und auch Szofi hätte mitfressen können, doch sie hatte etwas anderes zu tun.

Zuerst wurde die Hand, die den Kleinen Fleischstückchen vorsetzte, argwöhnisch beobachtet, obwohl die Küken von der zusätzlichen Lieferung begeistert waren.

 

 

Anfangs braucht es noch einen Moment, um die richtige Richtung zu finden, aus der der Futtersegen kommt. Dann machte Szofi plötzlich einen schnellen Schritt nach vorne, um klarzumachen, dass niemand ihre Küken anzufassen habe.

 

 

 

Das war dann der Moment, wo András sicherheitshalber zu einem Ast griff. Allerdings wäre der Besen besser gewesen, denn ein Stückchen Ast macht keinerlei Eindruck auf Szofi.

 

 

Noch einmal Futter aus der Kiste angeln und dem Nachwuchs vor den Schnabel setzen. Allerdings hatte Szofi jetzt die Nase voll. Das waren ihre Küken und niemand hatte seine Hände zwischen die Küken zu stecken.

 

 

Wer nicht hören will, wird zum Verletzten

Szofi hatte vorgewarnt. Doch als der Stock erneut vor ihrer Nase herumfuchtelte, wurde sie wütend. Mit solch einem lächerlichen Stöckchen würde sie es schon aufnehmen können. Das bekam András dann auch zu spüren, denn die Störchin machte plötzlich einen Satz nach vorne und schlug mit dem Schnabel zu.

 

 

Das hatte gesessen. András schüttelte vor Schmerz mehrmals die Hand und schimpfte mit seiner Sophie. Aber wer kann einer Storchenmama schon böse sein, die einfach nur ihre Jungen beschützt?

Daher zog András ab, um den verletzten Arm zu pflegen und überließ die Küken wieder ihre Mama. Sicher ist sicher. Szofi kontrollierte sofort, ob an den Küken noch alles dran war. Dann beruhigte sich die Störchin und bewachte den Schlaf ihrer Küken.

 

 

Es fühlt sich fast wie Sommer an und die Ministörche sind noch nicht durch Federn geschützt. Im Moment tragen sie nur Daunen, die zart und weich sind, aber Wind und Sonne nicht abwehren können. Daher müssen die Eltern zu Schattenspendern werden, die im Kreis herumwandern und Schatten werfen.

 

 

 

 

Wir gehen gleich schlafen

Auch die Kleinsten müssen die Augen zumachen und schlafen. Aber zuerst wird gekuschelt oder lehnen sich diese beiden Kleinen aneinander an, um nicht umzufallen?

 


Bei solch zauberhaften Bildern kann man sich nicht losreißen. Die Kleinen wachsen viel zu schnell und sehen gerade jetzt einfach nur zuckersüß aus.

 

 

Für Mama und Papa ist es jetzt am entspanntesten. Für ein paar Minuten haben ALLE Küken die Augen zu und geben Ruhe. Bis…

eines mit dem Rumzappeln beginnt und alle anderen weckt. Sehr zur Freude von Szofi und Macus.
Wir wünschen eine ruhige Nacht!

 

 

 

Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.

https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/

 

Quelle:

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=moG5RtB1bx0

 

 

 

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