Happy birthday – in Ungarn sind heute drei der Küken vier Wochen alt geworden. Und sie wunderten sich über die Dauerdusche, die ohne die Eltern auf sie herabrieselte. Elli stand abends alleine im Nest. Wo ist Storch Otto?
Familie Storch war zeitig wach und trennte sich schon am frühen Morgen. Ein Tier saß auf der Kamera, das andere war im Nest, aber um 4:00 Uhr flogen beide Störche gemeinsam los.
Es war 7:00 Uhr und Elli kehrte zurück. Zuerst werkelte sie am Nest herum, bevor sie sich zu einer Auszeit in der Liegeposition entschied.
So fand sie Otto vor, als dieser eine halbe Stunde später im Nest eintrudelte.
Der Storch versuchte, sein mitgebrachtes Stroh rund um Elli zu verteilen. Allerdings knabberte er dabei auch ein wenig an Ellis Beinen. Aber davon ließ sich die Störchin nicht stören.
Storch Otto macht Sport
Als alles Stroh verteilt war und Elli auf Ottos Geknabbere nicht reagierte, stieg ihr der Storch kurzerhand auf den Rücken. Nach einer innigen Massage sah das nicht aus, denn Otto “stampfte” über Ellis Rücken und Hals hinweg, wo seine Füße eben gerade Platz fanden.
Zum Schluß blieb er einfach auf Elli stehen und bewegte sich nicht mehr, bis seine Füße seitlich auf den Nestboden herunterrutschten.
Sofort korrigierte er seine Position, denn es war noch nicht zu merken, dass Elli am Aufstehen war. Also nochmal hinauf auf den Rücken und die Aussicht genießen. Und da Herr Storch in seinen Bemühungen so ausdauernd war, zeigte sein Tun schließlich Erfolg.
“Na siehst du Elli, du hättest auch gleich aufstehen können. Klappt doch immer!”
Keine zehn Minuten später waren die Rollen getauscht und Otto streckte sich zufrieden im Nest aus.
Nach einer halben Stunde Verwöhnungsprogramm hatte Elli genug und startete vom Nest, sodass Otto nun Zeit für sein individuelles Entspannungsprogramm (schlafen und dösen) hatte.
Um 8:40 Uhr war es mit der Ruhe vorbei, denn Elli kehrte zurück und mit ihr der Tatendrang. Eine Dreiviertelstunde verging, bis auch Otto restlos wach war, dann starteten beide Tiere zu ihren Rundflügen.
Ein langer Tag
Die Störche waren sehr zeitig aufgestanden und bis 16:20 Uhr war keines der Tiere auf dem Nest zu sehen. Dann fiel Elli förmlich vom Himmel und landete auf dem Horst, um diesen 20 Minuten später wieder zu verlassen. Sie musste nur mal nachsehen, wo Otto steckte.
Punkt 22 Uhr war Elli wieder eingeflogen. Von Otto fehlte noch jede Spur.
Auch kurz vor Mitternacht stand die Störchin alleine auf dem Nest.
Und als der Morgen bereits graute, war immer noch kein Otto zurückgekommen. Ein Blick auf Nest 2 zeigte, dass der Storch die Nacht auch nicht in getrennten Schlafzimmern verbracht hatte. Er war einfach nicht aufgetaucht.
Dann flog Elli los, um ihre zweite Hälfte zu suchen und zu finden. Wir klären morgen, ob sie Otto gefunden hat.
Einen schönen guten Morgen nach Ungarn
Es war noch nicht einmal halb fünf, da krabbelte das Quartett bereits durch das Nest. Was die Küken zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten – heute würde es tagsüber ein wenig regnen, daher würde ihnen ein Badetag bevorstehen.
Kurz nach 5 Uhr begann ein leichter Nieselregen, sodass die Jungtiere eine morgendliche Dusche bekamen. Diesmal freuten sie sich sicher, dass bald die Sonne scheinen und sie wieder wärmen würde.
Während der Regenpause baute Macus am Nest herum, während Szofi mit Futter im Nest landete.
Es war warm, aber auch heute gab es viele Wolken, die immer wieder Schatten spendeten. Da kann man ein gemütliches Nickerchen machen.
Oder sich der Länge nach ausstrecken und alle Fünfe gerade sein lassen.
Happy birthday, drei Küken sind vier Wochen alt!
Die Küken sind mittlerweile riesig. Wenn man sich mal überlegt, dass die ältesten drei Küken exakt heute vor vier Wochen geschlüpft sind, sprechen wir hier von einem Wunder der Entwicklung.
Die kleinen Störche sind innerhalb von vier Wochen von einer Handvoll Haut und Knochen zu Jungtieren herangewachsen, die krabbeln und sitzen können, für ihre Körpergröße große Flügel besitzen, aufstehen, etwas laufen und ihr Geschäft verrichten können und Beutetiere verspeisen, die breiter und länger als ihr Hals sind.
Wenn das kein Wunder ist…
Apropos Wunder – um halb zwölf wunderten sich die Ministörche erneut, weshalb sie schon wieder geduscht wurden, ohne dass der rote Schnabel von Mama oder Papa über ihnen erschien. Dank der sommerlichen Temperaturen war diese Abkühlung aber sehr wohltuend.
Zuerst wird reichlich gefüttert, dann müssen sich die Küken alleine bespaßen. Macus und Szofi wurden heute nicht als Sonnenschirm benötigt und mit vier Wochen dürfen die Kleinen auch schon alleine sein. Papa ist ja immer in Blickweite.
Zur Kaffeezeit gab es Fleisch. Aber wenn man genau hinsah, war der Enthusiasmus mäßig. Die Kleinen knabberten ein wenig an den Fleischbrocken herum, ein oder zwei Stück wurden aufgefuttert, aber der größere Teil blieb liegen. So ist das, wenn Tiere rundum satt und zufrieden sind.
Sehr zur Freude von Macus, der ordentlich Hunger hatte und fast alles verspeiste, was auf dem Nestboden lag.
Die Sonne hatte das Nest bereits getrocknet und auch die Federn der Küken sahen wieder ordentlich aus. Noch ein wenig fressen, etwas schlafen und ein paar Stehübungen machen – schon war der nächste Tag vorüber und die Jungtiere sind ihrem ersten Flug vom Nest schon wieder etwas näher.
Gute Nacht ihr vier, schlaft und wachst heute Nacht schön.
Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019
https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/
Quelle:
https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ
















































