02.08.2025 – Ottos Aussichten und Auswilderung von 9 Störchen

Elli macht einen kurzen Abstecher in Fohrde. In Loburg werden 9 Störche beringt, zwei Tiere werden besendert und dann kommt die Auswilderung. Und was wird mit Otto?

 

Bevor wir nach Loburg schauen, freuen wir uns über Ellis Besuch. Auch heute tauchte unsere Störchin auf, um uns zu zeigen, dass es ihr rundum gut geht und sie einen schönen Sommerurlaub hat. Sie nahm sich zwar nur drei Minuten Zeit, um nachzusehen, ob auf dem Nest alles in Ordnung war, aber das reicht, um uns zufriedenzustellen.

 

 

 

Ruft sie nach Otto? Oder macht sie noch einmal deutlich, dass es sich um ihren Horst handelt, auch wenn sie zeitweise abwesend ist?

 

 

Bevor abgeflogen wird, muss der Zustand der Beine begutachtet werden, Ellis neuestes Hobby.

 

 

 

Kurz vor 12 Uhr erhob sich Elli vom Nest und beendete damit ihren heutigen Abstecher in Fohrde.

 

 

 

Auswilderung in Loburg – die ersten 9 Störche kommen in die Freiheit

Heute war es soweit – die ersten 9 Störche wurden in Loburg ausgewildert. Auf dem Storchenhof herrschte dichter Andrang, denn jeder wollte dabei sein, wenn diese wunderschönen Tiere in die Freiheit entlassen werden.

Doch vor der Auswilderung mussten die Störche eingefangen und beringt werden. Zwei der Tiere (Altstörche) wurden zusätzlich besendert, um die Flugrouten der Tiere nachverfolgen zu können.

 

 

Nach dem Einfangen bekamen die Störche einen Socken über den Kopf gezogen, damit sie sich so wenig wie nötig aufregen. Dann ging es ans Anbringen der Ringe.

 

 

Anschließend wurde jeder Storch handlich verpackt. Als alle Tiere in “Sack und Tüten” waren, ging es per Autofahrt zur Auswilderung auf die Wiese.

 

 

Die Paten durften ihre Patenstörche auf der Wiese in die richtige Position bringen. Zuerst wurden die Klettverschlüsse der Tragetücher geöffnet. Dann hieß es, jeden Storch mit einer Hand festzuhalten und mit der freien Hand die Socke vom Kopf abzuziehen.

 

 

 

 

Auf die Plätze – fertig – FLIEGT

Und dann gab es den Start in die Freiheit. Zögerlich erhoben sich einzelne Störche und machten einige Schritte vorwärts. Sie blieben stehen, als ob sie auf die anderen Tiere warten wollten, schüttelten ihre Flügel und machten wieder einige Schritte vorwärts.

 

 

 

Man hätte denken können, dass die 9 Tiere blindlings nach vorne stürmen würden, um von den Menschen wegzukommen. Aber nein, die Gruppe blieb anfangs zusammen und machte keinerlei Anstalten, sich auf der Wiese zu verteilen oder sogar vom Erdboden abzuheben.

 

 

 

Das Gras war sehr hoch und alles sah ganz anders aus als auf dem Storchenhof, daher blieben die Tiere erstmal beieinander. Das zu ihren Füßen viele Leckerbissen warteten, nahmen sie noch gar nicht zur Kenntnis, zu groß war die Überraschung, sich plötzlich in Freiheit zu befinden.

 

 

 

Langsam aber sicher pirschte sich die Gruppe auf der Wiese vorwärts. Die beiden Senderstörche hatten sich bereits von der Gruppe abgesetzt, ein anderer Storch war einzeln unterwegs und die anderen Tiere strebten einer Stelle zu, an der Gras weniger hoch war.

 

 

 

Dort sammelten sie sich, begannen sich zu putzen und nahmen sicher erstmals Notiz von all den Krabblern und Hüpfern, die im Gras unterwegs waren und nun den Störchen als erstes Futter in der Freiheit dienen würden.

 

 

 

Am Abend würde die Auswilderungsstelle nochmals kontrolliert werden, ob sich auch alle Tiere auf den Weg gemacht haben. Bis jetzt haben die Auswilderungen immer funktioniert, wenn auch manche Störche wieder ins sicherer Storchenzentrum zurückkehrten.
Wir wünschen allen neun Ausgewilderten einen guten Start in die Freiheit und ein wundervolles Storchenleben.

 

 

 

Wie geht es mit unserm Otto weiter?

Zurück von der Auswilderungsstelle wurde Otto ein Besuch abgestattet. Unser Storch bewohnt die Voliere zusammen mit drei weiteren Tieren. Auf dem Foto ist er als zweiter von rechts zu erkennen und es ist deutlich zu sehen, dass sein rechter Flügel noch herunterhängt.

 

 

 

Hier ist als zweiter Storch von links zu sehen. Den Flügel klappt er derzeit noch nicht ein. Und das bedeutet, dass er möglicherweise noch nicht ausgewildert werden kann und den Winter in Loburg verbringen müsste.

 

 

Sollte sich die Haltung des Flügels nicht normalisieren und Otto dadurch nicht mehr flugfähig sein, würde man sich um ein dauerhaftes Zuhause für unseren Storch kümmern. Möglicherweise würde er an einen Zoo vermittelt, wo er sein restliches Leben verbringen dürfte.

Würde er dort mit anderen Störchen zusammenleben, könnte er trotz Flugunfähigkeit mit einer Partnerin brüten und Jungtiere großziehen und würde das gleiche Leben wie Macus in Ungarn führen.

Leider würde Elli dann im nächsten Frühjahr umsonst auf ihren Otto warten. Aber wir warten ab und drücken die Daumen. Alles wird gut.

 

 

Noch einmal nachlesen, was in den vergangenen Jahren auf dem Storchennest Fohrde geschah? Hier findet sich die Berichterstattung des Tagebuches seit dem Jahr 2019.

https://www.storchennest-fohrde.de/archiv/tagebucharchiv/

 

Quelle:

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=TFMYz75fSmQ

 

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare