02.05.2020 – Bergfest für die Küken

Lilly startete ihren ersten Ausflug um vier Uhr früh und weckte Ben gut eine Stunde später, indem sie ihn mit Stroh überschüttete.

 

 

“So Schatz, das dürfte erstmal reichen.”

 

 

Ben schien etwas verdutzt über diese Begrüßung und saß fragend im Nest.

“Soll ich jetzt so sitzenbleiben oder kommt noch was?”

 

 

Aber Lilly widmete sich anderen Dinge, sodass der Storch sich erheben musste, um das Stroh abzuschütteln. Mit zwei schnellen Schritten war er vom Nest verschwunden und überließ Lilly die Aufräumarbeiten.

 

 

Bergfest für die werdenden Küken

Alle Eier zum Durchzählen bereithalten! Eins, zwei drei, vier – alle noch da, dann machen wir es wieder dunkel. Die Hälfte der Brutzeit ist geschafft. In gut zwei Wochen wird sich das erste Küken durch die Eierschale kämpfen. Dann beginnt für drei Monate der Vollzeitjob der Storcheneltern, bei dem es sich ausschließlich um Futterfindung und Kindergartenbetreuung dreht.

 

 

 

 

Um halb sieben tauchte Ben im Nest auf und brachte noch mehr Material zum Einkuscheln.

 

 

 

Außerdem war ein Schichtwechsel fällig, denn die Sonne schien schon auf das Nest und die sonnigen Morgenstunden auf den Eiern sind unserm Storch heilig.

 

 

 

Lilly hatte auch noch etwas für die Nestausstattung gefunden, sodass sich das Nest wieder füllte. Das alte Stroh war vom Regen plattgedrückt, aber mit den frischen Halmen ließ sich eine neue Burg aufschütten.

 

 

 

 

 

Immer wieder etwas Neues smile

Hier standen beide Störche in einer interessanten Pose. Wir sehen fünf Beine, einen Kopf und einen Körper aus der Rückenansicht. Eine neue Gattung ist entstanden smile.

 

 

Noch ein wenig Grünzeug gefällig?

 

 

Bei seinem nächsten Ausflug kam Ben anscheinend an einem Ausverkauf vorbei. Obwohl das Storchennest eingerichtet ist, konnte er an diesem Sonderangebot nicht vorbeifliegen.

 

 

 

 

Allerdings war das Prachtstück wenige Minuten später nicht mehr im Nest zu sehen.

 

 

Was soll’s, dachte sich Ben. Die Sache mit dem Stroh klappt immer.

 

 

 

Heute Vormittag hatte Ben Hummeln im Hintern. Immerzu flog er vom Nest und sammelte ein, was ihm vor den Schnabel kam.

 

 

 

Reinigungsarbeiten auf Storchenweise

Die nächste Fuhre Stroh lud er auf Lillys Rücken ab. Als seine Gattin unter dem Stroh nicht mehr zu sehen war, buddelte er sie wieder frei und stellte fest, dass Lillys Federkleid nun ganz schmutzig war.

 

 

 

 

“Wie kriegen wir dich denn jetzt sauber??”

 

 

“Mal sehen.” Ben versuchte es vorsichtig mit seinem Schnabel und sammelte einen Halm nach dem anderen ab. Aber nicht lange. Denn er verlor schnell die Lust an dieser Puzzlearbeit.

 

 

“Ach ne, den Rest soll der Wind besorgen.”

 

 

Lilly säuberte sich, indem sie einen Flug zum zweiten Nest antrat und dort kurz Station machte. Hier ist ein Video, das verschiedene Anflüge auf das zweite Nest zeigt.

 

 

Das nächste Bauprojekt

Am Nachmittag hatte Ben schon wieder etwas gefunden, was er unbedingt mitschleppen musste. Da ihm der erste Ast am Vormittag abgestürzt war, brachte er das nächste Ungetüm ins Nest.

 

 

So lässt sich nämlich ein Sichtschutz bauen smile.

 

 

 

“Was meinst du Schatz, wenn ich jetzt noch drei, vier, zehn Äste hole, dann können wir… Ich bin schnell mal weg!!”

 

 

 

Während Ben die Gegend unsicher machte, saß Lilly trotz grauer Wolkenwand geduldig auf den Eiern. Kurz nach zwei Uhr erwischten sie die ersten Regentropfen. Früher bauten Störche ihre Nester in den Bäumen. Anscheinend war es ein Fehler, sich bautechnisch so sehr vom Menschen abhängig zu machen und auf die angebotenen Nisthilfen zurückzugreifen. In einem Baum wären die Störche zumindest etwas sicherer vor Regen und Wind.

 

 

 

Ben bekam seine Dusche um vier Uhr und beide Störche wurden ordentlich gebadet. Die einzige trockene Stelle im Nest ist unter dem Bauch der Störche. Hauptsache die Eier fühlen sich wohl smile.

 

 

 

 

Baden und Trocknen im Wechsel

Um halb sechs kamen noch einige Sonnenstrahlen hervor und Ben und Lilly wurden im Sonnenschein trockengepustet. Eine Viertelstunde später gab es allerdings den nächsten Regen, während Ben die Eier bewachte.

 

 

 

 

Noch ein Schichtwechsel und Lilly übernahm die Eier.

 

 

Um halb acht verließ die Störchin das Nest für die Abendbrotrunde und Ben schaute fürsorglich nach, ob alle Eier trocken waren.

 

 

 

 

 

Kurz nach neun Uhr war Familie Storch wieder komplett – Lilly, Ben und Junior 1 – 4 konnten entspannt in die Nachtruhe starten. Wir wünschen eine gute Nacht und einen trockenen Morgen smile.

 

 

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